ZEITRAUM

 

Der Start des EGR-Projekts der GDF-PEG in der Altmark wird im Frühjahr 2009 erfolgen. Die Pro-jektlaufzeit wird voraussichtlich drei Jahre betragen. Über diesen Zeitraum sollen ca. 100.000 Ton-nen Kohlendioxid verpresst wer-den.

 

 

 

Modell der CO2-Injektionsanlage (Quelle: Linde-KCA, Dresden)

 

 

Für die Pilotuntersuchungen wur-de ein vergleichsweise kleines, strukturell isoliertes, aber für die Gesamtlagerstätte repräsentati-ves Kompartment - die Struktur Altensalzwedel - ausgewählt.

Es ist vorgesehen die EGR-Pilot-anlage auf einer Feldstation nahe des Dorfes Maxdorf zu errichten.

Alle beteiligten Unternehmen leisten damit einen aktiven Bei-trag zur Versorgungssicherheit und zur Klärung drängender kli-mapolitischer Fragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEITERE INFORMATIONEN

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Bitte kontaktieren Sie uns unter:

 

egr@gazdefrance-peg.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PROJEKT

 

Die Gaz de France Produktion Ex-ploration Deutschland GmbH (GDF-PEG) verfügt mit den Altmärkischen Gasfeldern über das derzeit größte weitestgehend ausgeförderte Gas-reservoir in Westeuropa. GDF-PEG wird im Rahmen eines Pilotprojekts prüfen, ob Kohlendioxid zur Erhö-hung der Altmärkischen Erdgasaus-beute nutzbar ist.

Aus annähernd vier Jahrzehnten Erd-gasförderung steht ein beachtliches Potenzial an Daten und Erkennt-nissen über die Lagerstätten zur Verfügung. Konkret gilt es zu unter-suchen, ob durch Injektion des Inertgases Kohlendioxid zusätzliches Erdgas gewonnen werden kann. Dieses sogenannte Tertiärverfahren, auch als Enhanced Gas Recovery (EGR) bezeichnet, ist auf die Ver-drängung und Gewinnung zusätz-licher, ansonsten nicht förderbarer Erdgasmengen gerichtet. Das inji-zierte Kohlendioxid verbleibt dabei in der Lagerstätte.

 

 

 

Lokation Erdgasfeld Altmark

 

 

Eine um fünf bis zehn Prozent höhe-re Erdgasausbeute könne nach theo-retischen Untersuchungen unabhän-giger Forschungseinrichtungen er-reicht werden.

Zielstellung des Pilotprojekts ist es, alle offenen Fragenkomplexe zur Kohlendioxidinjektion in der Altmark sicher beantworten zu können.

 

 

 

ALLGEMEINE ANGABEN

 

Bedingt durch die Treibhausgas-Diskussion steigt der politische und gesell-schaftliche Druck, den anthropogenen verursachten Kohlendioxidausstoß in die Atmosphäre zu reduzieren. Für einen dauerhaften Entzug von Kohlendioxidan-teilen aus dem atmosphärischen Kreislauf bieten sich in Europa zwei geologi-sche Einlagerungsoptionen an:

zum Einen die Injektion von Kohlendioxid in speicherfähige tiefe salzwasser-

    führende Gesteinsformationen,

zum Anderen das Verbringen des Kohlendioxid in abgebaute Öl- und insbe-

    sondere Gaslagerstätten.

Einhergehend mit Zielstellungen zum Kohlendioxidentzug aus der Atmosphäre offenbaren sich für ausgebeutete Öl- und Gaslagerstätten Chancen, zusätzliches Produktionspotenzial für ansonsten nicht gewinnbare Kohlenwasserstoffe er-schließen zu können.

 

 

 

Zentrale Gassammel- und Aufbereitungsstation Steinitz bei Salzwedel (Altmark)

 

 

PERSPEKTIVE

 

In Anbetracht der möglichen klimatisch günstigen Effekte EGR-orientierter Maß-nahmen erscheint es sinnvoll, parallel auch die generellen Chancen für eine sichere Speicherfähigkeit des abgetrennten Kohlendioxid zu prüfen. Die Umset-zung solcher Zielstellungen erfordert umfangreiche angewandte Forschungs-arbeiten, da zu EGR bislang auch international kaum Erfahrungen vorliegen.

Die Bundesregierung, insbesondere das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine nachhaltige Unterstützung des Altmark-Vorhabens signalisiert. Die gezielt auf die Altmarkbedingungen ausgerichteten begleiten-den Forschungsleistungen werden durch das Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam koordiniert. Neben einer Reihe weiterer deutscher Forschungsein-richtungen bringen auch GDF-PEG und weitere Industriepartner Leistungen und Beiträge in das Pilotprojekt ein.

 

 

Die Gaz de France Produktion Exploration Deutschland GmbH hat mit der Vattenfall Europe Technology Research GmbH einen Kooperationsvertrag abge-schlossen. Vattenfall Europe baut derzeit am Standort Schwarze Pumpe in der Lausitz bei Cottbus eine Pilotanlage für ein kohlendioxidfreies Kraftwerk, in der auf der Basis des Oxyfuel-Verfahrens das Kohlendioxid fast vollständig aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden und verflüssigt wird. Flüssig wird das Kohlen-dioxid aus der Lausitz in die Altmark transportiert und GDF-PEG für das EGR-Projekt zu Verfügung gestellt.